Geschichte

KircheEin Volk mit donauländischen Kulturelementen siedelte sich um 1500 v. Chr. in Aurach an. Dieses Volk , welches unter dem Namen „Illyrer“ bezeichnet wird, kam  aus dem heutigen Ungarn und begann im Jahre 1200 v. Chr. auf der Kelchalm nach Kupfer zu schürfen. Nachdem 15  v. Chr. Der römische Feldherr „Drusus“ das Gebiet des heutigen Tirol erobert, wird Tirol Teil der römischen Provinz RÄTIA und somit kam der Bergbaubetrieb auf der Kelchalm zum Stillstand. Im Jahre 467 geht das römische Reich unter und unsere Gegend wird Teil des Herzogtums RÄTIEN des Ostgoten König Theoderich.

 

1751 wurde der Bergbau, diesmal auf der Wildalm, erneut aufgenommen. Die erhofften Kupfer- bzw. Eisenvorkommnisse rund um den Gebra trugen wenig Früchte und so gelangte man 1767 bis zur Kelchalm, wo 1874/75 der Höhepunkt des Bergbaues erreicht wurde. In dieser Zeit hatte der Stollen eine Länge von 5,5 km und förderte 360 Tonnen Kupfererz zu Tage.  1909 wurde der Bergbau erneut eingestellt, jedoch im Juli 1921 wieder aufgenommen. Die letzte Schicht war dann endgültig am 15. Mai 1926.

 

Nachdem sich die Bajuwaren 550-590 n. Chr. ansiedelten, gehörte das Tal vom Paß-Thurn bis zum Chiemsee dem bayerischen Stamme an. Aurach war im Jahre 1250 unter dem Namen „OWIROWE“ bekannt. Im Jahre 1280 entstand der Name „AURAW“. Am 01. Jänner 1506 kam der Bezirk Kitzbühel durch Kaiser Maximilian zu Tirol, nachdem dieser die Bayern besiegte. Nach der Familienzählung im Jahre 1762 scheinte Aurach erstmals als Dorf bezeichnet auf und seit 1833 ist Aurach eine selbstständig politische Gemeinde. Den offiziellen Beiname „Aurach bei Kitzbühel“ erhielt das Dorf im Jahre 1952 und das gold-blaue Gemeindewappen, welches auf den Kirchturm sowie dem Bergwerksbau hinweist, wurde 1982 von der Tiroler Landesregierung verliehen.

 

WinterDer um 650 geborene Rupert wurde von Theodor, Herzog von Bayern gebeten, das Christentum zu verbreiten. Um 690 kam Rupert nach Salzburg, dort wurde er 715 zum Bischof geweiht. Die erste Erwähnung unserer Kirche war bereits im Jahre 1365. 1427 wurde die Auracher Kirche zum Heiligen Rupert geweiht. Der Kirchturm mit der Zwiebelhaube, wodurch die Pfarrkirche weitum bekannt ist, wurde erst 1663/64 erbaut, die Passionsfresken an der Außenwand wurden um 1440 errichtet. Im Jahre 1770 barockisiert Andre Hueber die bis dahin gotische Kirche. Von 1787 gehörte die Kirche zum Vikariat, 1891 bekam sie eine eigene Pfarre.

 

Der Schulunterricht in Aurach begann um ca. 1774, die Klasse befand sich im ehemaligen Mesnerwirt. Das Schulhaus wurde 1863 erbaut, welches den Grundstock der heutigen Volksschule bildet.